Sieg im letzten Heimspiel

On 22. Juni 2016
Hannes Gau

Man of the Race: Sunnyboy HaGa1 sprang kurzfristig ein, alles aus dem Weg, was auf sein Tor zuflog und damit direkt in die Herzen der Fans. Süß.

Nach dem bitteren 3:3 im Schlager gegen den FC Fraxern vergangene Woche zählten für die Sportfreunde im letzten Saisonheimspiel gegen den FC Zwischenwasser nur drei Punkte. Dennoch und trotz perfektem Fußballwetter starteten die Nofler wie die österreichische Nationalmannschaft in der Zeit vor Marcel Koller auswärts in Färöer: inferiör.* Mit Fehlpässen en masse machte man den Gästen das Fußballerleben in der Anfangsphase ziemlich leicht, zeitweise sogar locker-flockig. Gleich zweimal mutierten schwache Rückpässe zu direkten Torvorlagen, allein das Glück (man munkelt, dass so mancher Sportfreund anstatt ordentlich Fußball zu spielen den Rasen nach vierblättrigen Kleeblättern abgesucht habe) und Reidi-Ersatz Hannes Gau im Tor der Heimmannschaft stemmten sich gegen einen frühen Rückstand. Selbst ein 0:3 nach 20 Minuten wäre anhand der Leistung der Nofler durchaus kein absurder Zwischenstand gewesen.

Auch vorne lief beim Heimteam nicht viel zusammen – zumindest bis zum 1:0 und selbst dieses war mehr ein Zufallsprodukt: Nach einer abgeblockten Flanke von rechts stieg der Ball steil nach oben und kam im hohen Bogen etwa 20 Meter vor dem Tor der Gäste wieder gen Erde, wo Andreas Amann viel zu lasch in das Luftduell gegen einen Verteidiger des FCZ ging. Dieser tat es ihm aber gleich und so sprang der Ball ungehindert einmal auf und wieder genau vor die Füße des genannten Lulatschs, der die im Zweikampf eingesparte Energie und den Frust über den bisherigen Spielverlauf stante pede in einen Halbvolleyknaller investierte, der unhaltbar in der linken Kreuzecke einschlug. Kann man machen. Wenn man´s denn kann. Und scheinbar auch, wenn man´s eigentlich nicht kann. Passiert ihm wahrscheinlich alle 10 Jahre mal, man sollte sich also schon mal den 20.06.2026 vormerken und dann das Sportfreunde-Altherrenmatch besuchen.

Wie auch immer, die Nofler gingen unverdient in Führung und konnten sich ab diesem Zeitpunkt zumindest defensiv stabilisieren. Vorne blieb´s eher zerfahren, dennoch gab es nun immerhin die eine oder andere Chance und es gelang auch ein zweites Tor: Christof Schöch schickte wieder Andreas Amann, der sich seinem Bewacher entledigen konnte und links vom 5-Meter-Raum schon fast an der Torauslinie angekommen aus spitzem Winkel einfach mal draufhielt – 2:0. Und sogar zur komfortablen drei-Tore-Führung sollte es noch reichen: Nach einem Angriff der Gäste leitete Martin Malin den Konter mit einem Flachpass durchs gesamte Mittelfeld ein, den Andreas Amann in Empfang nahm. Die Konfrontation mit den beiden letzten Verteidigern ersparte er sich diesmal und legte nach rechts auf den perfekt gestarteten Christoph Grabher. Dieser dribbelte sich in den Strafraum und legte alleine vor dem Tormann uneigennützig auf den links ebenfalls mitgelaufenen Martin Bröll, der die schönste Aktion der Partie abschloss und ohne Probleme zum Pausenstand von 3:0 vollstreckte.

Die zweite Hälfte begann gleich mit je einer guten Gelegenheit für beide Teams. Zunächst konnte Christof Schöch nur mit einem Foul knapp vor dem Strafraum gestoppt werden, der fällige Freistoß brachte den Sportfreunden aber nichts Zählbares ein. Auch der FC Zwischenwasser kam früh zu einer guten Möglichkeit, nachdem diese aber vergeben wurde, schien ihr Kampfgeist gebrochen. In der Folge kamen die Gäste zu keiner nennenswerten Torchance mehr, die Räume für die Nofler Offensive wurden immer größer. So kam man relativ locker noch zu einem Kantersieg. Andreas Amann konnte sich dabei zwei weitere Male in die Torschützenliste eintragen: Zunächst war es Martin Malin, der ihm nach einer sehenswerten Ballstafette die Kugel mustergültig servierte, so dass er sie nur noch über die Linie dreschen musste. Auch beim 5:0 übernahm jemand anders den Hauptteil der Arbeit. Der zunächst für die anstehenden Partien am Wochenende geschonte Joachim Stadelmann dribbelte sich durch die Abwehrreihen des FCZ und servierte dem Torschützen die Wuchtel mustergültig an den Elferpunkt, von wo dieser ohne Mühe verwerten konnte. Der Schlusspunkt war dann dem Debutanten vorbehalten: Wieder nach Vorarbeit von Joachim Stadelmann verwertete der aufgerückte Außenverteidiger Lukas Moosbrugger zum 6:0.

P.S.: Nadine hat Saft getrunken und wusste am Ende sogar, wer gewonnen hat.

 

Fazit: Zwar konnte man nicht ganz an die gute Leistung gegen den FC Fraxern anknüpfen, da diesmal aber am Ende drei anstatt nur einem Punkt verbucht werden konnte und gleich sechs, teilweise sehr schöne Treffer bestaunt werden konnten, war wohl auch das Publikum am Ende nicht ganz unzufrieden.

Men of the Race: Heute vergeben wir gleich zwei Heinz-Prüller-Gedenkpokale. Der erste geht an Hannes Gau oder HaGa1, wie ihn die Nike-Marketingabteilung auf ihren Werbeplakaten zu Torwartequipment für den moletten Mann nennt. Musste kurzfristig und vor allem widerwillig für den verletzten Rene Ritter einspringen, hielt gerade zu Beginn die Nofler im Spiel und bis zum Abpfiff die Null. Hätte man nicht besser machen können, HipHip!

Ebenfalls verdienter Man of the Race ist auch Lukas Moosbrugger. Feierte mit seiner Einwechslung in Halbzeit zwei zunächst seinen Einstand und setzte dann gleich auch noch den Schlusspunkt zum 6:0. Gleich zwei Gründe also für ihn, im nächsten Training eine Kiste Bier zu sponsern. Da nach der Algebra-Fibel für Nofler Sportfreunde allerdings 1 Kiste + 1 Kiste = Partybrezel + Kiste ergibt, erklären wir ihm beim dann anstehenden Hock auch noch, dass wir gar nicht mit Viererkette spielen und sich die übrigen zwei Verteidiger in Zukunft recht einsam fühlen werden, wenn er einen auf Dani Außenstürmer Alves macht. Trotzdem: Starke Leistung!

 

*Du bist der Meinung, es müsste eigentlich „AUF den Färöer“ heißen, weil es sich ja um Inseln handelt? Außerdem bist du dir ziemlich sicher, dass die korrekte Schreibweise „inferior“ wäre und wir das „ö“ nur des Gleichklangs wegen reingeschummelt haben? Gratuliere, Tüpfleschiser, du hast uns ertappt! Ja, manchmal legen wir die Regeln von Grammatik und Orthografie etwas flexibler aus, um schlechte Wortspiele zu kreieren. Deine Verdienste um die Rettung der deutschen Sprachen sollen aber natürlich nicht unbelohnt bleiben: Du bekommst beim nächsten Heimspiel einen kostenlosen Banana Split ohne Eis, herzlichen Glückwunsch!

 

 

Sportfreunde Nofels – FC Zwischenwasser   6:0 (3:0)

Hannes Gau – Benni Kainrath, Peter Amann (Lukas Moosbrugger), Sebi Reiner – Rene Dobler, Martin Malin, Adi Moosbrugger, Christof Schöch – Martin Bröll (Dean Dolovic), Christoph Grabher, Andreas Amann (Steini Steinwidder)

Torfolge:

1:0 – Andreas Amann

2:0 – Andreas Amann (Christof Schöch)

3:0 – Martin Bröll (Christoph Grabher)

4:0 – Andreas Amann (Martin Malin)

5:0 – Andreas Amann (Joachim Stadelmann)

6:0 – Lukas Moosbrugger (Joachim Stadelmann)

 

 

Nächstes Spiel:

Freitag, 24.6.   18:00 Uhr              Sportplatz Fraxern

FC Fraxern – Sportfreunde Nofels

 

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