Mühevoller Sieg zum Auftakt

On 27. April 2017

In den neuen, schneeweißen Auswärtsdressen starteten die Sportfreunde vergangenen Mittwoch in Röthis gegen den FC Viktorsberg in die neue Saisong. War man optisch dem weißen Ballett aus Madrid zumindest zu Beginn der Partie noch näher, glich die Spielanlage der Nofler eher jener des ewigen Konkurrenten aus Barcelona – auf Weltklassehobbyniveau versteht sich. Und inklusive deren Ineffektivität.
Gefühlte 85% Ballbesitz hatten die Sportfreunde in der ersten Halbzeit, von Beginn an verlagerte man das Spiel in die Hälfte der Heimmannschaft aus Viktorsberg. Ansätze von Gegenangriffen wurden meist schon im Keim erstickt, besonders Spielertrainer Marte Malin, Comeback-Kid Fabian Lins und Christof „Cornetto“ Schöch sorgten im Zentrum dafür, dass man bei Ballverlusten die Kugel schnell zurückerobern konnte. Trotz drückender Überlegenheit ließ ein Torerfolg allerdings auf sich warten. Nach einer frühen vergebenen Topchance und einigen knapp übers Tor gesetzten Schüssen fehlten den Noflern im Lauf der ersten Halbzeit die ganz großen Chancen. Dies lag zum einen daran, dass oft der letzte Pass nicht ankam, aber auch an der starken Defensivleistung der Heimmannschaft, die zeitweise mit Mann und Maus verteidigte und eine gut funktionierende Viererkette aufboten. So endeten viele Angriffe der Sportfreunde am Strafraum, ein Durchkommen gab´s nur selten.
Am Ende kam Viktorsberg dann doch noch der Führung recht nahe, als ein Stürmer plötzlich alleine vor Torwart Rene Ritter auftauchte. Sein Heber ging aber letzten Endes doch recht deutlich am Tor vorbei.

Nach der Pause ging es in derselben Tonart weiter wie in Halbzeit Eins: Die Sportfreunde drückten, Viktorsberg verbarrikadierte sich. Es dauert aber recht lange, bis die Nofler endlich zum ersehnten Torerfolg kamen. Der eingewechselte Christoph Grabher bediente per Corner Rene Dobler, der bei einem geschätzten Luftstand von 4 Meter 12 durch die Beine eines Abwehrspielers zur 1:0-Führung einköpfte. Die Sportfreund blieben dran und wollten unbedingt die Vorentscheidung, am meisten Michael „Mix“ Steinwidder. Er setzte bei einer für ihn eigentlich zu kurzen Flanke entscheidend nach und drückte das Leder mit Köpfchen und noch mehr Willen über die Linie.
Nach dem 2:0 wurden die Nofler übermütig und verloren etwas die Ordnung, wodurch das Heimteam zu einigen Konterchancen kam. Viel mehr als ein zentraler Schuss auf den ansonsten unterbeschäftigten Nofler Schlussmann kam dabei aber nicht heraus. Die Hausherren holten sich stattdessen binnen kurzer Zeit drei gelbe Karten und verhinderten gute Gelegenheiten von Mix Steinwidder und Andreas Amann durch Fouls an der Strafraumgrenze. Aus einer der daraus folgenden Freistoßgelegenheiten – genauer gesagt nach dem anschließenden Abpraller – kam Christoph Grabher zu einer guten Chance, setze den Ball aus kurzer Distanz aber an die Stange. Ebenfalls nach einem Abpraller hatte Andreas Amann bereits einige Minuten zuvor die Kugel an die Unterkante der Querlatte gedonnert. Dennoch sollte er später den Schlußpunkt setzen: Nach einem weiteren, diesmal etwas zu langen Eckstoß brachte Fabian Lins den Ball per Kopf zur Mitte, wo der Stürmer – zum dritten Mal per Kopf – zum 3:0-Endstand einnetzte.

Fazit: Defensiv sehr stabil, offensiv mit Luft nach oben. Trotzdem darf man mit dem Saisonstart zufrieden sein, die 3 Punkte wurden eingefahren.

Man of the Race: Neben den Nofler Ultras, die sich trotz eisigen Temperaturen und Regen den Auftakt-Kick gaben, könnte man auch die gesamte Nofler Defensive nennen. Und obwohl sich Sebi Reiner nach einem eigentlichen Eigentor im letzten Vorbereitungsspiel erneut in die Torschützenliste schleichen konnte, ist Mann des Spiels diesmal Außenverteidiger Peter Pique Amann. Zum Teil wegen den geschmeidigen Ballannahmen bei schwierigen Bedingungen, zum Teil auch wegen der 100% Zweikampfquote. Auch die vielen eingeleiteten Chancen waren nicht von schlechten Eltern. Soweit könnten allerdings seine Defensivkollegen noch mithalten. Der Unterschied: Peter konnte als einziger trotz matschigem Untergrund bei all dem auch noch sein weißes Dress bis zum Schluss sauber halten! Patricia dankt ;)

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Aufstellung: Rene Ritter – Benni Kainrath, Sebi Reiner, Peter Amann (Hannes Gau) – Rene Dobler, Fabian Lins, Marte Malin, Stefan Schöch (Christoph Grabher) – Christof Schöch (Martin Malin), Mix Steinwidder (Mario Fritsch), Andreas Amann

Torfolge:
1:0 – Rene Dobler
2:0 – Mix Steinwidder
3:0 – Andreas Amann

 

 

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