Sportfreunde erobern die Tabellenspitze

On 23. Mai 2017

Fresher als Eko: DJ Rigo bringt das K-Shake und die Torsirene gleichermassen zum klingen Nach dem klaren 6:0 – Sieg gegen den FC Übersaxen (Gerüchten zufolge hat Adi Moosbrugger den hier vermissten Spielbericht auf seinem Instagram-Account veröffentlicht) stand für die Sportfreunde vergangenen Montag der ewige Klassiker gegen den aktuellen Meister aus Weiler auf dem Programm. Nicht nur deswegen wollten die Nofler unbedingt ihre (in der Liga) schon länger anhaltende Durststrecke gegen die Gäste beenden, so ganz nebenbei ging es auch um die Tabellenführung in der härtesten Liga der Welt in Vorarlberg.

Die Sportis starteten gut in die Partie, waren in den ersten Minuten etwas wacher und konnten schon früh dem Gästetor zwei Mal gefährlich nahe kommen. Zuerst zog Andreas Amann nach einem Laufpass von Rene Dobler von rechts unwiderstehlich wie Arjen Robben (im Alter von 75, mit Gicht und künstlichem Hüftgelenk) in die Mitte, umkurvte zwei Verteidiger und kam knapp vor dem dritten zum Abschluss, scheiterte mit seinem Versuch aber am stark reagierenden Schlussmann des FC Weiler. Eine richtig dicke Chance hatte kurze Zeit später Rene Dobler, der nach energischem Nachsetzen der Nofler Stürmer von Steini Steinwidder und Andreas Amann freigespielt wurde, alleine vor dem Tor den Schuss aber verzog und das Ziel knapp verfehlte.
Nach diesem Warnschuss waren nun auch die Gäste im Spiel angekommen, lieferten den Hausherren einen spannenden Schlagabtausch und hatten ebenfalls zwei gute Chancen auf die Führung.
Bei der besten kam ein Gäste-Stürmer nach einer Standardsituation plötzlich völlig frei – kein Abseits, da der Ball über einen missglückten Klärungsversuch der Nofler bei ihm landete –  am „Fünfer“ zum Abschluss, zum Glück für die Sportfreunde setzte er die Kugel aber über das Gehäuse. Bereits zuvor hatte Goalie Rene Ritter einen gut angetragenen Freistoß der Gäste entschärft.
Erfolgreicher waren in der Folge die Nofler, bis zur Pause sogar zwei Mal:
Zuerst erzielt Steini, wie in jedem Match, sein obligatorisches Pflichttor. Wieder nach einem Eckball landete der Ball zunächst bei Fabian Lins. Anstatt blind in die zehn Spieler, die ihm den Weg zum Tor versperrten, zu ballern, legte er mit einer Ruhe wie bei einem Atomic Kitten – Konzert mit defekter Playbackmaschine rechts auf Steini Steinwidder, der mit Wucht dem Weiler Schlussmann aus spitzem Winkel keine Chance ließ -1:0.
Doch die Nofler hatten noch nicht genug und setzten nach: Nachdem die Weiler Hintermannschaft nach einem Corner der Nofler die Situation eigentlich schon geklärt hatten, eroberte Stefan Schöch den Ball zurück und zirkelte eine traumhafte Flanke in den Strafraum, wo Rene Dobler bereits lauerte und den Ball direkt aus der Luft über die Linie drückte. Dass er sich beim anschließenden Torjubel peinlicherweise verletzte soll an dieser Stelle nicht erwähnt werden. Oder sollte. Jedenfalls gingen die Sportfreunde mit einer 2:0 – Führung in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel betrieben beide Mannschaften einen hohen Aufwand und die zahlreich erschienen Fans kamen in den Genuss einer intensiven Partie auf höchstem Hobbyniveau. Der FC Weiler hatte längst nicht aufgegeben, aber auch die Nofler ließen nicht locker und hatten das Match ganz gut im Griff.
Noch besser als sie sogar auf 3:0 erhöhen konnten. Steini Steinwidder war dank eleganter Beinarbeit und 90-minütigem Energieanfall – quasi wie eine Prima Ballerina auf Crack – am rechten Flügel erneut auch von zwei Gegenspielern nicht zu bremsen und servierte die Kugel dem im Strafraum völlig blank stehenden Andreas Amann auf dem Silbertablett. Dieser wurde angesichts der Aussicht, den Ball mit seinem rechten, das Umfallen verhindernde aber ansonsten völlig unnützen Bein treten zu müssen dennoch etwas nervös und blickte sich um, ob er denn nicht doch genug Zeit und Platz hätte, um sich die Kugel nicht noch auf die linke Stelze legen zu können. Dabei unterschätzte er aber die Schärfe der Hereingabe und hielt dann in letzter Sekunde – den Blick noch halb über die Schulter gerichtet – nun eben doch den rechten Haxen hin und setzte so das Leder zu seiner eigenen Überraschung perfekt in die linke Ecke. Die (unfreiwillige) Geburtsstunde des No-Look-wrong-Foot-Moves bescherte den Sportfreunden eine scheinbar komfortable 3:0-Führung.

Nur scheinbar deshalb, da Fabian Lins, bereits in Halbzeit Eins mit Gelb bedacht, direkt im Anschluss eine durchaus interessante Beobachtung machte. Ihm fiel auf, dass auf der Nofler Bank ausschließlich potentielle Stammspieler saßen und einige Topstars hatten es noch nicht einmal in den Kader geschafft! Als alter Freund des Rotationsprinzips konnte er diese Ungerechtigkeit natürlich nicht so stehen lassen und opferte sich (und die Waden eines Gegenspielers), indem er sich in der 65. Minute Gelb-Rot abholte. Blöd nur, dass ihm in der Hitze des Gefechts ein kleiner Denkfehler unterlief, da für ihn ja leider dann doch kein anderer Spieler aufs Feld nachrücken durfte. Macht aber nix, mit einer Rippchen-Partie im nächsten Training ist alles wieder gut.
Die Nofler kamen so aber dann doch noch etwas ins Schwitzen, noch mehr, als sie sofort in der nächsten Aktion auch noch den ersten Gegentreffer der Saison hinnehmen mussten – und was für einen! Nach einer eigentlich harmlosen Ecke ballerte der Starstürmer der Gäste den Nofler Klärungsversuch von außerhalb des Strafraums volley und unhaltbar in die rechte Kreuzecke und zeigte, weshalb er aktuell (noch – Steini is coming for you!) der Führende in der Torschützenliste ist.

Nach diesem Doppelschock benötigten die Nofler etwa zehn Minuten, bis sie sich mit einem Mann weniger wieder organisiert hatten, überstanden diese Zeit jedoch ohne Gegentreffer und sorgten in der 80. Minute mit dem 4:1 für die Vorentscheidung: Stefan Schöch trug den Ball bei einem Konter die linke Flanke entlang bis auf Strafraumhöhe in die gegnerische Hälfte, spielte weiter auf den eingewechselten Christoph Grabher, der dann eine dieser berühmten CG7-Dinge machte, die in dieser Liga nur er kann und die sich nicht so genau erklären lassen. Nach stundenlangem Videostudium der Szene können wir aber immerhin so viel sagen: Es hat irgendwas mit einer Körpertäuschung, einem Hacketrick und einem No-Look-Außenristpass aus der Drehung zu tun. Endergebnis: Der Ball landete perfekt vor den Füssen des erneut im Strafraum lauernden Andreas Amann, der humorlos in die rechte untere Ecke einnetzte.
Zwar hatten die Gäste in der Endphase dann noch ein, zwei Chancen, der bärenstarke Rene Ritter im Kasten der Sportfreunde ließ sich aber an diesem Abend kein zweites Mal bezwingen und so konnten die Sportfreunde einen wichtigen Sieg im Kampf um die Meisterschaft einfahren.
Schon kommenden Montag kommt es aber erneut zu einem Spitzenspiel in Gisingen, wenn die Nofler auf den FC Klaus treffen, die sich diese Saison mit dem ehemaligen Altach-Profi Alexandre Dorta nicht so ganz unwesentlich verstärkt haben.
Man of the Race: Auch heute kommen wieder unzählige Kandidaten in Frage. Neben dem gesamten Mittelfeld etwa auch Lukas Moosbrugger, der als Außenverteidiger ein starkes Comeback feierte, Steini Steinwidder, der neben einem Tor und einer Vorlage sehr viel wichtige Defensivarbeit verrichtete oder auch Sebi Reiner, der Benni Kainrath als Libero mehr als würdig vertrat und bei jedem der zahlreichen langen Bälle der Gäste immer irgendeines seiner langen Körperteile (und sie sind alle lang!) in den Weg stellte. Die Wahl fällt heute aber auf Stefan Schöch, der die linke Seite über 90 Minuten lang wie ein Wilder beackerte, unzählige Maßflanken in den Strafraum zirkelte, zwei Tore einleitete und – am allerwichtigsten – auch hinten seinen Mann stand und praktisch keinen Zweikampf verlor. Molto Grande, DJ Rigo!!

 

Sportfreunde Nofels – FC Weiler     4:1 (2:0)

Aufstellung: Rene Ritter – Sebi Reiner, Peter Aman, Lukas Moosbrugger – Rene Dobler (Joachim Stadelmann), Marte Malin, Fabian Lins, Stefan Schöch (Mathias Mätzler), Christof Schöch (Christoph Grabher), Steini Steinwidder, Andreas Amann (Mario Fritsch)

Torfolge:
1:0 – Steini Steinwidder
2:0 – Rene Dobler
3:0 – Andreas Amann
3:1 – FC Weiler
4:1 – Andreas Amann

Karten:
1x Gelb-Rot SFN

Nächstes Spiel
Sportfreunde Nofels – FC Klaus
Montag, 29.05.       20:00 Uhr
Sportplatz Gisingen (3er-Platz)

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