SAISONSTART NACH MASS

On 7. Mai 2013

Zum Auftakt der diesjährigen Hobbyligasaison mussten die Nofler auswärts gegen den FC Viktorsberg ran, einem Gegner, mit dem man besonders am Sportplatz in Röthis fast schon traditionell so seine liebe Not hat.

Die Partie startete allerdings durchaus vielversprechend und das nicht nur, weil erfreulicherweise einige Altherren, sonstige Vereinsmitglieder und die Ultras Adi und Emi den Weg zum Spielfeldrand gefunden hatten, sondern auch, weil die Sportfreunde anders als öfters in der Vorsaison von Beginn an Einsatz und Biss zeigten. Auch wenn nach vorne zu diesem frühen Zeitpunkt in der Meisterschaft noch nicht alles klappte, so stand man hinten dafür bombensicher und tat mehr fürs Spiel als der Gegner. Die Viktorsberger taten sich dementsprechend schwer Torchancen zu kreieren, gefährlich wurde es allerdings trotzdem schon früh und zwar nach zwei beinahe identisch angetragenen Eckbällen. Besonders beim zweiten konnte sich Torwart Rene “Die Katze” Ritter aber wieder einmal auszeichnen, als er einen Kopfball aus kurzer Distanz mit einem tollen Reflex per Pranke noch übers Tor lenken konnte.

Die Sportfreunde ihrerseits hatten ebenfalls bereits früh im Spiel eine gute Möglichkeit vergeben, legten aber nach: Neuzugang Andi Pümpel zeigte, dass er gemeinsam mit Spielertrainer Martin Malin nicht nur mehr Löcher im Mittelfeld stopfen kann als Arjen Robben Haken nach innen schlägt, sondern dass er auch nach vorne Impulse setzen kann. Diesmal bediente er den halblinks am Strafraumrand lauernden Andreas Amann mit einem schönen Pass, dieser konnte mit einem trockenen Schuss ins lange Eck zur Führung einnetzen. Die Nofler blieben in der Folge zwar spielbestimmend, konnten aber kaum mehr richtig grosse Torchancen produzieren und so ging es mit einer 1:0 – Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel stellte nicht nur das Wetter auf Sturm, sondern auch die Sportfreunde und sie wurden schon nach wenigen Minuten dafür belohnt: Mathias Mätzler zirkelte die Wuchtel per Massflanke auf den sich mutterseelenallein am 5er anpirschenden Rene Dobler, dieser liess sich nicht zweimal bitten und nickte sicher zur 2:0 – Führung ein. Im Anschluss kamen die Angriffsbemühungen der Nofler so richtig ins Rollen und es wurde Chance um Chance herausgespielt. Logische Konsequenz war das 3:0, das Mag. Stadler per (wie von einem Akademiker nicht anders zu erwarten) präzise ausgeführtem Doppelpass mit dem Torschützen herrlich vorbereitete. Die Führung hätte in der Folge noch deutlich ausgebaut werden können, doch viele gute Möglichkeiten wurden einfach vernebelt wie die Tanzfläche im El Capitan. So sah es Mag. Stadler anscheinend nicht ein, neben seiner Haupttätigkeit als Spielmacher und Mann für die genialen Momente sich auch noch ums Tore schiessen kümmern zu müssen. Rene Dobler wiederum wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Doppel-, wenn nicht sogar ein Triplepack gelungen, wenn nicht die witterungsbedingte Thermik seine als Flachschuss angesetzten Versuche sehr knapp mehrere Meter übers Tor gehoben hätte. Auch andere Angreifer der Sporties bekleckerten sich vor dem gegnerischen Gehäuse nicht unbedingt mit Ruhm.

Die Viktorsberger hatten bis dahin in der zweiten Halbzeit kaum nennenswerte Torchancen, kamen aber dennoch noch einmal auf 2 Tore an die Nofler heran: Nach einem Foul nahe der Eckfahne zirkelte der Freisstossspezialist des Heimteams den Ball an den beeindruckt zuschauenden Sportfreunden in die Maschen. Spielertrainer Martin Malin brachte daraufhin nochmal frischen Wind von der Ersatzbank ins Spiel und dies sollte sich schon sehr bald lohnen: Martin Bröll, diesmal als hängende Spitze agierend, bediente mit einem No-Look-Pass (so zumindest die Legende) ideal Benni Frick, der alleine vor dem guten Schlussmann der Hausherren die Nerven behielt und eiskalt wie ein Frastanzer Cool-Keg (Notiz für den Kassier: Rechnung für Schleichwerbung an die Firma Frastanzer Bier schicken) mit seiner ersten Ballberührung zum 4:1 Endstand einschob.

Fazit: Gute Leistung der ganzen Mannschaft, vor allem erreicht durch den Willen zu kämpfen. Spielerisch und in der Chancenverwertung gibt es durchaus noch Luft nach oben – diese sollte man im kommenden Heimspiel gegen den aktuellen Meister FC Fraxern (Montag, 13.05.  20:00 Uhr) dann eventuell vielleicht doch besser ausreizen… Beruhigend ist aber, dass man auf eine sehr starke Bank zurückgreifen kann, auf der sich u.a. auch Spieler wie etwa Christoph Grabher tummeln, die in knappen Partien den Unterschied ausmachen können.

2011_04_18 SFN - Thüringerberg 022_400x600

Man of the Race: Vielleicht Sebi Reiner, der seinen Gegenspielern so wenig Raum liess, dass er ihnen sogar den Sauerstoff vor der Nase wegatmete? Oder Benni Kainrath, der mit traumwandlerischer Sicherheit nicht selten als letzter Mann den Ball an seinen Gegner vorbeijonglierte? Eventuell vielleicht auch Andi Magreiter, der 90 Minuten lang die gegnerische Verteidigung bearbeitete und keinen Ball aufgab und dies vermutlich nicht mal dann getan hätte, wenn die Frucht schon längst auf den benachbarten Tennisplatz geklärt worden wäre? Aus einem starken Kollektiv ist es heute sehr schwierig einen Einzelnen herauszupicken, deshalb fällt unsere undemokratisch getroffene Wahl (=meine) auf Benni “Iniesta” Frick, der nur 2 Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem Lars-Ricken-Gedenktor alles klar machte.

 

FC Viktorsberg – Sportfreunde Nofels  1:4 (0:1)

AAA Viktorsberg AuswärtsTorfolge:

0:1 – Andreas Amann

0:2 – Rene Dobler

0:3 – Andreas Amann

1:3 – FCV

1:4 – Benni Frick

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

*