Erster gegen Zweiter

On 28. Mai 2014

Nach dem Champions League Finale vom vergangenen Samstag, mussten Fußballfans nicht lange auf den nächsten Leckerbissen warten. Es standen sich der Meister der letzten Saison und aktuelle Tabellenzweite, FC Weiler und der aktuelle Tabellenführer, die Sportfreunde aus Nofels gegenüber. Aufgrund der Tatsache, dass seit einigen Wochen die Flutlichtanlage beim 3-er Platz in Gisingen nicht wirklich funktioniert, entschied man sich wegen des eher schnell dunkler werdenden Wetters auf den 4-er Platz auszuweichen. Erstes Highlight an diesem Abend war der “mobile” Ausschank, welcher dazu führte, dass die zahlreich erschienen Fans keine langen Fußwege zum Kiosk auf sich nehmen mussten, sondern direkt vom Spielfeldrand von “Franky” Roland Frankenberger (ehemaliger Startorwart der Sportfreunde Nofels) und “Gonzo” Daniel Rohrer (New York City Marathon Finisher) bedient wurden.

Mit dem Punktemaximum aus 4 Spielen und einem Torverhältnis von 20:0 wollten die Sportfreunde den Schwung der erfolgreichen letzten Partien mit ins Spiel nehmen. Was die Zuschauer dann allerdings zu sehen bekamen, war nicht sonderlich von hoher Fußballkunst geprägt. Auf dem nassen Untergrund unterliefen den Sportfreunden zahlreiche Fehlpässe. Ebenfalls blieb man immer wieder vor dem 16er an der gut positionierten 4er Kette des FC Weiler hängen. So wurde man eher durch Standards gefährlich. Zum Ersten Michi “Steini” Steinwidder und zum Zweiten “Mister 47,5″ Sebi Reiner, scheiterten knapp mit ihren Kopfbällen am ersten Torerfolg. Wie bereits erwähnt, lief spielerisch nicht viel zusammen und so konnte der FC Weiler immer besser zu deren Spiel finden. Mitte der ersten Halbzeit zog dann der rechte Flügel des FC Weiler in den Strafraum und hätte beinahe, zu diesem Zeitpunkt “385 Minuten Reidi” alt aussehen lassen. Der fast perfekte Schuss ging ans Lattenkreuz und sprang von dort wieder zurück ins Spielfeld, den Abpraller konnten die Sportfreunde aus dem Gefahrenbereich bringen. Das Spiel plätscherte so vor sich hin, in welche sich keiner der beiden Mannschaften ein wirkliches Übergewicht herausspielen konnte. Erwähnenswert in dieser Phase war dann wohl noch die Heldentat von “Franky”, der wie in alten Zeiten perfekt reagierte, als ein herannahender Ball den Biervorrat zu beschädigen bedrohte – der Meister seines Faches ließ keine großartige Hektik aufkommen und faustete das Leder geschickt aus der Gefahrenzone. Fußball wurde auch noch gespielt, kurz vor der Pause verabsäumte es Michael Steinwidder aus aussichtsreicher Position auf das Tor zu schießen – er entschied sich schlussendlich für den Pass, welcher in den Füßen des Gegners landete.

Halbzeitfazit von Trainer Martin “Pep Malö” Malin – abhaken und es in der zweiten Halbzeit besser machen. 

Im Gegensatz zur ersten Hälfte startete man stark verbessert in die zweite Halbzeit. Man versuchte nun vermehrt flach und über die Flügel zum Erfolg zu kommen. Angriffsversuche blieben bis dahin aber stets erfolglos und wenn ein Ball auf das gegnerische Tor kam, war der gute Goali des FC Weiler zur Stelle. Ebenfalls so in der ca. 65 Minute, eine Flanke fand in “Steini” seinen Abnehmer, beim schwierigen Kopfball musste wiederum der Weiler Torhüter mit einer sehr guten Tat sein ganzes Können aufbringen und lenkte schlussendlich den Ball zur Ecke. Wer dachte, dass der die Jungs aus Weiler nur noch ein Sparringpartner für die Sportfreunde darstellten, hat sich aber getäuscht. Der FC Weiler blieb stets mit Kontern gefährlich und fanden ebenfalls ihren Meister in der Person von ca. “420 Minuten Reidi”. Das Spiel lebte zu diesem Zeitpunkt sehr von der Spannung, immer wieder konnten sich die beiden Mannschaften, wenn auch nicht zwingend, vor das gegnerische Gehäuse kombinieren. 75. Minute – ein verpatzter Abschlag und einem anschließend gewonnen Pressball von Martin Malin –  dieser spielt den perfekten Lochpass auf Michi Steinwidder, “Steini” läuft unaufhaltsam allen Verteidigern davon und hat nur noch den Torwart vor sich. Als er dann noch den Ball am Goali vorbei schob, dachte wohl jeder, dass dies, die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung für die Sportfreunde bedeuten musste. Der Ball schien nie im Tor anzukommen und so war es dann auch, das “Schlenzerle” verfehlte sein Ziel um Millimeter.  Insider behaupteten, dass es auf dem 3-er Platz ein sicheres Tor gewesen wäre, aufgrund der dort vorherrschenden Platzverhältnisse wäre die Kugel durch die unzähligen Bodenunebenheiten wohl so in seiner Richtung geändert worden, dass er sogar zentral ins Tor gerollt wäre – hätte…wäre…wenn…der Ball war nicht im Tor. So versuchten sich noch Christoph und Mag. Stadler in Weitschüssen, welche aber zu zentral aufs Tor kamen. Auch die Einwechslung von Adi Moosbrugger und Simon Schatzmann brachten nicht den gewünschten Torerfolg. Ein letzter Freistoß für die Nofler brachte nichts zählbares mehr ein, es wurde zwar nochmals kurz turbulent, schlussendlich konnte die Weiler Abwehr den Ball aber aus ihrem Strafraum bringen. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Partie ab – des wohl ungewöhnlichste Ergebnis eines Hobbyligaspiels war Gewissheit – 0:0. 

Fazit des Spiels: Obwohl man die leicht bessere Mannschaft war, konnte man an diesem Abend kein Tor schießen und so endete das Spiel logischerweise unentschieden. Man hat die Tabellenführung verteidigt, was ja auch nicht so schlecht ist. In Anbetracht des derzeitigen Torverhältnisses und der Tatsache, dass man noch kein Spiel verloren hat, kann man also mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein.

Man of the Race I: Aufgrund dessen, dass diese Saison schon bessere spielerische Leistungen abgeliefert wurden, haben wir uns für unseren Naturschützer und Froschkönig, Mag. Jockl Stad(ler)mann entschieden. So hat ihm während des Spiels ein Frosch den Weg gekreuzt und Jockl, tierlieb wie er ist, diesen heil und unversehrt außerhalb des Spielfeldes versetzt. Ob er den “Flug” auf das Baseballfeld überlebt hat, wissen wir leider nicht, gehen aber davon aus, dass er wohlbesonnen wieder durch den Gisinger Wald hüpft. 

Man of the Race II: Reidi mittlerweile “450 Minuten-Mann (ohne Nachspielzeit) Rene die Katze Ritter alias der Herrscher der Torumrandungen”. Zum fünften mal in dieser Saison schaffte es der Nofler Keeper sein Gehäuse sauber zu halten – siehe auch die “null”, welche er stolz mit seinen magischen Fingern auf dem Bild anzeigt. Lassen Sie sich dabei nicht vom kleinen Finger täuschen, welcher durch einen Knick auch eine “eins” darstellen könnte. 

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